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Aus Alternativ-Grammatik
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Liebe Interessierte an der Alternativ-Grammatik,

Was Ihnen hier angeboten wird, ist in mehrfacher Hinsicht fremdartig und neu. Der Anlass für das Angebot ist jedoch seit langem, seit Jahrzehnten, allgemein bekannt: es ist die Unzufriedenheit bei LehrerInnen und SchülerInnen bezüglich des Grammatikunterrichts - gleichgültig in welcher Sprache.

Grammatik wird hier nicht als lästige Ansammlung von Konventionen verstanden, die in der Einzelsprache gelten und die man eben pauken muss, sondern darüberhinaus als gedankliches Konzept, das in jeder Einzelsprache und jeder kommunikativen Situation gleich bleiben und zum Einsatz kommen kann. Einmal gelernt, können SchülerInnen Beobachtungsebenen unterscheiden, können kontrolliert von der einen (z.B. Wortbedeutung) zur anderen (gemeinte Bedeutung) wechseln, können mit diesem Instrumentarium auch ganze Texte genau beschreiben und interpretieren. Und letztlich hilft dieses gedankliche Konzept eben nicht nur im Sprach-/Literaturunterricht, sondern auch in Alltagssituationen. - Ein kleines Beispiel, wie von dieser Warte aus die Beschreibung eines Einzeltextes aussehen könnte, sei hier angefügt: "Loriots Rede in Weimar": [1] - wer sich in der Alternativ-Grammatik schon etwas umgesehen hat, wird an vielen Stellen Bezüge zu einzelnen Modulen herstellen können.

Der alten Forderung nach einen integrierten Grammatikkonzept (Satz- und Textbeschreibung) entspricht die Alternativ-Grammatik - endlich.

Betrachten Sie bitte die Rede von gedanklichem Konzept nicht als monolithisch und unveränderbar. Wo es bessere Einsichten und Unterscheidungen gibt, werden sie integriert. Andererseits wissen wir, dass manche Begriffe (z.B. Subjekt/Thema u.v.a.m.) sich seit Jahrtausenden bewährt haben. Da werden wir das Rad also nicht neu erfinden, sondern allenfalls auf eine schlüssige Verwendung alter Konzepte achten. Auch bei solcher Schlüssigkeit gibt es einiges zu tun - ein Eindruck, den Standardgrammatiken meist nicht vermitteln.

Die AG = Alternativ-Grammatik schlägt eine AG = Arbeitsgemeinschaft vor, die den Zustand verbessern soll.

  1. Einerseits werden Module = Pdf-Texte von mir angeboten. Darin hat sich vieles niedergeschlagen aus sprachwissenschaftlicher Theorie, aber auch Erfahrungen aus Grammatik-/Textanalyse
  2. Zum andern lade ich Sie ein, dass Sie eigene Reflexionen, Sprachbeispiele, positive praktische Erfahrungen unterhalb des Stichwortes "Praxis" eintragen und damit anderen zur Verfügung stellen, für eigene Reflexion, für die Lehre
  3. In diesem Praxis-Teil kann man ergänzen, korrigieren, kommentieren; es gibt auch eine Rubrik für Diskussionen

Unter Ziffer 0. finden Sie in mehreren Unterpunkten weitere Informationen darüber, welche Ziele die Alternativ-Grammatik verfolgt, wie man damit umgeht und selbst mitarbeitet, und was der theoretische Rahmen ist. Es gibt auch einen knappen Einblick in die sprachdidaktische Diskussion.

Das Prinzip aller angebotenen Module ist: es gibt zwei Ebenen. Zuerst treffen Sie nach dem Klicken - wie hier aktuell - auf eine Seite mit ersten, kurzen Informationen. Hier ist dann auch der Ort, wo unten Ihre Einzelbeiträge angefügt werden können / sollen.

Dann aber führt diese erste Seite Sie per link (Falls Sie sich für das Thema interessieren, klicken Sie bitte hier: ) auf einen PDF-Text. Der enthält die benötigte volle Information. Daher fasse ich mich hier kurz und bitte Sie, dieses Prinzip gleich mal durchzuspielen, also den link zu betätigen.

Die PDF-Texte führen insgesamt auf eine Konzeption von Grammatik. Sie wird an vielen Stellen erläutert. Wo die Einzelpunkte einleuchten, folgen Sie bitte der Theorie-Vorgabe und richten Ihre Sprachbeispiele danach aus. Wo Sie theoretisch Probleme haben oder nicht einverstanden sind, nützen Sie das Diskussionsforum, dann kommen wir auf diesem Wege weiter.

Grammatik sollte im kommunikativen Austausch entwickelt werden. Jede/r bringt seine eigene sprachliche Kompetenz mit; PhilologInnen haben zusätzlich durch Studium ihre Sprachkompetenz reflektiert; die Frage, wie die vielen und unterschiedlichen Sprachkompetenzen in ein übersichtliches Theoriegerüst zu packen sind, eines, das auch auf Schulebene weiterhilft, das ist Diskussionsthema nicht nur auf der wissenschaftlichen Ebene; die, die vor Ort Sprachkompetenz bei Kindern/Jugendlichen zu entwickeln versuchen, also die PädagogInnen, sollten sich an dem Projekt beteiligen!

Hier gilt die Annahme: Eine transparente, verstehbare Theorie ist die beste Voraussetzung für einen pädagogisch spannenden und ergiebigen Grammatik-/Sprachunterricht.

Bürokratisch-politisch will die "AG" niemanden ins
Schlingern bringen. Es ist klar, dass Sprachen-LehrerInnen  
zunächst einmal an Lehrpläne und ministerielle Vorgaben
gebunden sind. Aber das Nachdenken, Sich-Weiter-Entwickeln, 
Ausprobieren, Hinzulernen und konzeptionelle Revidieren
sollte ständiger Habitus von PädagogInnen sein - und ist es
auch sicher in vielen Fällen. Dafür will die "AG" ein Forum
und eine Reihe von Anregungen bieten.
Ob Ergebnisse daraus irgendwann einmal auch zu Revisionen in 
Lehrplänen führen, steht aktuell in den Sternen. Also: keine 
unnötigen Konfrontationen aufbauen! 

Ich wünsche gute Zusammenarbeit!

H. Schweizer


Wenn Sie dieses Thema interessiert, klicken Sie bitte hier: [2]

Und ein zweiter weiterführender Hinweis zielt auf das Buch von

Timothy Garton Ash, Redefreiheit. Prinzipien für eine
vernetzte Welt. München 2016. Es wird darin schön auf Sprache /
Kommunikation / gesellschaftliche Fragen / elektronische Medien
/ ethische Aspekte usw. eingegangen. - Wir werden bei Einzel-
themen immer wieder auf das Buch zurückkommen, Vgl. 
[3]