4.73 Was ist ein Text?

Aus Alternativ-Grammatik
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Aus dem Inhalt

Versuche mal einer die Titelfrage nach dem Text zu beantworten! - Das ist nicht leicht. Aber nun, nach dem gesamten Durchgang durch die Alternativ-Grammatik und auf einem Niveau, das für Schulen passend sein müsste, können wenigstens einige wesentlichen Merkmale für Text zusammengetragen werden. Derzeit sind es 9. Der Verfasser freut sich auf weitere Erläuterungen und Diskussionsbeiträge im Praxisteil!


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1. Was ein Text nicht ist

Unter 4.42 Einheitliches Thema (Isotopien) war besprochen worden, dass ein Thema in einem Text meist über vielfältige Details realisiert wird. Vielleicht ist dann ebenso weitgefächert noch ein zweites oder drittes enthalten. Dann ist aber bald die Grenze erreicht, weil der Text thematisch ausufern würde und für Leser/Hörer nicht mehr zu bewältigen wäre.

Es lohnt, darüber nachzudenken, warum umfangreiche Texte (entweder homogene Romane, oder auch Sammlungen) unterteilt sind. Entweder in einzelne Kapitel oder in anderweitig markierte Einzeltexte. - Und ob gerechtfertigt ist, bzw. Schaden anrichtet, aus vielen dieser Einzeltexte Informationen zum - anscheinend - gleichen Thema zu entnehmen.

1.1 "Thementurm" laut Römischem Weltkatechismus

Typisch für theologische Dogmatikersprache ist es, dass man sich im Fall biblischer Texte 'bedient', wo immer zum interessierenden Stichwort etwas geboten erscheint.

  • Einführung in den folgenden Essay: [1]. Teile daraus wurden 2003 im SWR gesendet.
  • Interessierendes Thema: [2] =
    • (a) die Aussage des Einzeltextes zum interessierenden Thema geht unter;
    • (b) der Dogmatiker erschafft einen Gegentext, der die Lektüre all der zitierten Einzeltexte überflüssig machen soll.

2. Print oder Multimedia?

2.1 D. Kurbjuweit in SPIEGEL 46/2014

"Print stand früher für gedruckte Texte. Print steht heute
für das Prinzip, dass der einzelne Text ein Juwel sein
soll. Dass wir, die Journalisten,ihm unsere ganze
Leidenschaft und Aufmerksamkeit widmen, beim Recherchieren,
beim Denken, beim Schreiben, beim Redigieren. Wenn ich
nun lese, der Multimediareportage gehöre die Zukunft, weil Filme
manchen Text ersetzen könnten, sage ich: Nein, stimmt nicht.
Für mich als Medienkonsumenten gibt es kein schöneres 
Wunder, als dass aus jenen dürren Zeichen, die wir Buchstaben
nennen, Bilder im Kopf entstehen. Filme und Fotos 
können vieles, aber das können sie nicht. Das ist
unersetzbar. ...
   Wir von Print wissen selbstverständlich, dass manche
Menschen unsere Texte nicht mehr auf bedrucktem Papier lesen
wollen. Wir sind bereit für das digitale Zeitalter, wollen
aber das Prinzip von Print mitnehmen. Das ist uns wichtig."


3. "Texte": als intendierte Menge von (strukturierten) Sätzen, "Äußerungseinheiten", "Mitteilungseinheiten"

... mit Thema, Zusammenhang, Horizont und (u.U. nicht) intendierter Veröffentlichung ...

Versuch einer Definition --> in der Diskussion-Seite abgelegt (J. Germann)