5.1341 die einzelnen ''Register'' bewusst machen und voneinander unterscheiden

Aus Alternativ-Grammatik
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Was die Standardgrammatik unter "Modalität", "Modus", "Art und Weise" usw. bot, strotzte nicht gerade vor gedanklicher Klarheit. Was sollen SchülerInnen damit anfangen? - Dabei sind die unterscheidbaren Felder für unser geistiges Leben sehr wichtig. Das sollte zunächst allgemein, anschließend detailliert, gelehrt und gelernt werden. Hier ein Annäherungsversuch via Musik. - Es gibt sicher noch andere geeignete Möglichkeiten zur Verdeutlichung: [1]

Falls Sie sich für das Thema interessieren, klicken Sie bitte hier: Sie finden einen Versuch, zunächst allgemein die 'Modalfelder' in ihrer Funktion zu beschreiben - bevor man sich jedem einzelnen Feld zuwendet.


0. Didaktische Gesichtspunkte

0.1 links zur Grammatik

Vgl. [2]

  • Allgemein []
  • Beispiele []
  • Fortführung der Pragmatik, vgl. []

0.2 Für ALLE Einzel-Register geltend

Von früh an, altersangepasst, allmählich ein Bewusstsein entwickeln,

  • dass der Sachverhalt (= PRÄDIKATION), von dem in einem Satz die Rede ist, ein Gesichtspunkt ist;
  • dass die Färbung, die ich als Sprecher einbringe, aber ein eigenständiger, zweiter ist. Das ist der Gesichtspunkt unserer Modal-REGISTER.
  • Das Zueinander kann man sich vorstellen: n Modal-REGISTER [SACHVERHALT]. Anders gesagt: die Modal-Filterungen/Färbungen können wechseln - was sie in anderem Licht erscheinen lassen, also der Satzkern, bleibt gleich.

0.3 Eine Modalfunktion - viele Realisierungsmöglichkeiten

Immer in der Semantik, so auch hier, ist es leistbar, zugleich ein bedeutender Schritt im Grammatikverständnis (und in scharfer Abgrenzung zur Standardgrammatik), dass man durchspielt, übt und sich klarmacht: eine semantische Funktion kann auf Ausdrucksebene vielfältig realisiert werden.

<<UNSICHERES WISSEN>> kann durch Adverb, durch entsprechende Konjugation, durch Konjunktiv + Konjunktion, durch eine
Frage, durch eine Präpositionsverbindung, durch eigenen Satz ("Ich zweifle, ob ..."), durch Metapher ("Nebelschwaden
verbreiteten sich vom Rednerpult") - die Liste ist sicher nicht vollständig.

Das ist ein Umdrehen der Standardperspektive, bei der man froh ist, wenn Schüler z.B. ein "Adverb / Adverbial" identifizieren können. Was aber dessen semantische Funktion ist, bleibt oft unterbelichtet, ja unbesprochen - dabei wird es erst bei diesem Gesichtspunkt interpretatorisch interessant und ergiebig.

1. PRIMARSTUFE

LERNZIEL_1:

Erfahren, dass ein einfacher (Haupt-)Satz mit zusätzlichen Färbungen versehen werden kann: WISSEN, WILLE, FANTASIE, ERMÖGLICHUNG, WERTUNG, EMPHASE/ART DER REALISIERUNG

LERNZIEL_2:

Erkennen: Wenn so eine Färbung im Spiel ist, gibt es den Sachverhalt noch nicht, oder er ist zweitrangig, weil die Meinung des Sprechers wichtiger ist.

LERNZIEL_3:

Erkennen - noch ohne es im Detail zu klassifizieren -, dass eine solche semantische Funktion auf unterschiedlichste Arten ausgedrückt werden kann.

1.1 ...

2. SEKUNDARSTUFE 1

LERNZIEL_1:

Systematisierte Behandlung der einzelnen Modal-REGISTER: Erkennen ihrer (Baum-)Struktur.

LERNZIEL_2:

An Beispielen erkennen, dass solche Modal-REGISTER kumuliert verwendet werden können - entsprechend muss die Analyse sukzessive die beteiligten Filterungen sichtbar machen.

LERNZIEL_3:

An Beispielen das Bewusstsein schulen, wo die Konzentration nur auf die Wortbedeutung in die Sackgasse führt, also eine "übertragene Bedeutung" angenommen werden muss - häufig ist diese in bildhafter Form eine modale Filterung.

LERNZIEL_4:

Blick auf die jeweilige PRÄDIKATBEDEUTUNG - wird erkannt, dass sie einen nicht-vorstellbaren Sachverhalt benennt ("er ahnte ..."), so muss in aller Regel - pragmatisch - eine Modalfunktion angenommen werden: Unterscheiden-Können zwischen einer leicht und anschaulich hinnehmbaren Aussage und einer, die nicht unmittelbar überprüfbar ist.

2.1 ...

3. SEKUNDARSTUFE 2

LERNZIEL_1:

An poetischen Sätzen, Abschnitten analysieren können, durch welche sprachliche Mittel welche Modalfunktionen evoziert werden.

LERNZIEL_2:

An ganzen Texten, z.B. Gedicht, begründet, mit ausreichend Indizien aufzeigen, dass der Autor nichts über den 'Zustand der Welt' kundgibt, sondern über seine innere Verfassung schreibt - gerade auch, wenn er im Wortsinn einen anderen Eindruck erweckt.

LERNZIEL_3:

Den Blick schärfen für Abstrakta: Nur was anschaulich-konkret formuliert ist, kann beanspruchen, 'Weltdinge' in Sprache zu fassen. Abstrakta dagegen beeindrucken zwar meist, sind aber inneren Gedanken- und Gefühlsregungen eine Subjekts entsprungen, haben also meist Modalfunktion.

3.1 ...

4. Traditionelle Grammatik

4.1 ...

5. Diskussion zur Didaktik

5.1 ...