5.134 Auch Verbbedeutungen können näher beschrieben werden: ''Modalitäten''

Aus Alternativ-Grammatik
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Dass Substantive eine Zusatzbeschreibung erhalten können - "der hohe Baum" -, ist gedanklich kein Problem.

Grammatisch nicht genauso selbstverständlich ist es bislang, dass auch Verbbedeutungen näher beschrieben = modifiziert werden können. Jedenfalls spielen Modalitäten in Grammatiken meist ein Aschenputteldasein. Besonders schlimm ist es, wenn man ihren Beitrag auf einige Modalverben, Konjugationsformen oder Adverbien reduziert. Dadurch wird nicht mehr erkennbar, was sie eigentlich zur Kommunikation beitragen.

Weiter oben, in der SEMANTIK, wurden die "Modalitäten" grundsätzlicher vorgestellt: [1] - mit Unterrubriken. Das wird jetzt vorausgesetzt.


0. Didaktische Gesichtspunkte

0.1 links zur Grammatik

  • Allgemein []
  • Beispiele []
  • Fortführung der Pragmatik, vgl. []

0.2 ...

1. PRIMARSTUFE

LERNZIEL_1:

LERNZIEL_2:

LERNZIEL_3:

1.1 ...

2. SEKUNDARSTUFE 1

LERNZIEL_1:

LERNZIEL_2:

LERNZIEL_3:

2.1 ...

3. SEKUNDARSTUFE 2

LERNZIEL_1:

LERNZIEL_2:

LERNZIEL_3:

3.1 ...

4. Traditionelle Grammatik

Es ist irreführend, wenn traditionell von Abstufungspartikeln, von Abtönung u.ä. gesprochen wird. Das weckt den Eindruck, als werde die Satzaussage irgendwie abgeschwächt. Der Blick wird auf die Frage der "(schwächeren) Intensität" gelenkt. Ein solcher Beitrag ist zwar möglich. Kann aber doppelt in die Irre führen:

  • Anstelle von 'Abschwächung' kann das Gegenteil vorliegen: Intensivierung.
  • Von unseren Modal-REGISTERN ist bei dieser Sichtweise nur ein einziges angesprochen. Die anderen 5 bleiben außer Betracht.

Also ist der Blick zu öffnen für die qualitativ verschiedenen Filter, für die die einzelnen Modalfelder stehen.

Weiterer Nachteil der traditionellen Sicht: Indem zu einseitig der Blick auf die sprachlichen Mittel gelenkt wird, droht unterzugehen bzw. übersehen zu werden, dass verschiedene Mittel auf Ausdrucksseite u.U. einer semantischen Funktion dienen. Der Blick für diese Querverbindung sollte entwickelt werden. z.B. "Unsicheres Wissen" ausgedrückt durch Konjugation oder Adverb oder Präpositionsverbindung.

Die betuliche Redeweise der trad. Grammatik ist somit inhaltlich viel zu eng, irreführend, und somit auch didaktisch kontraproduktiv. Sie schafft ein Verständnis, das anschließend - genau betrachtet - erst wieder ausgeräumt/korrigiert werden müsste. In der Regel kommt es dazu aber dann nicht. Die SchülerInnen werden mit einem defizitären und unentwickelten Verständnis dessen, was an subjektiven Einschätzungen ins Spiel kommen kann, ins Leben entlassen.

4.1 Schaubild

Mehrfarbig wird das Verständnis der Modalitäten im Schaubild von J. Germann festgehalten: [2]

4.2 Erläuterung an Text zur politischen Situation

Ebenfalls von J. Germann: [3]. Wie schlug sich die Bundespräsidentenwahl in Österreich sprachlich nieder - und was lässt sich dabei beobachten?

5. Diskussion zur Didaktik

5.1 ...