NEWSLETTER 12 - 25.08.2010

Aus Alternativ-Grammatik
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Liebe InteressentInnen an der Alternativ-Grammatik,

mal wieder ein Blick hinter die Kulissen - verbunden mit dem Wunsch an Sie, dass die derzeit für die meisten von Ihnen geltende Ferienzeit sich regenerierend auswirken möge! Für meine Frau und mich war die Regeneration während einer Frankreichfahrt verbunden mit 1 Woche Sprachauffrischung in Nizza. Das sollte unsere Kenntnisse reaktivieren, bevor wir zu Freunden in der Nähe von Avignon kamen. Das hat sich durchaus bewährt - und die dabei erhaltenen grammatischen Unterlagen animierten auch bereits zu manchen Einträgen hier in der "AG". u.a. zu Sprachspielen vgl. ID 4.0131. Wer diese Sätze fehlerfrei und wohl-akzentuiert liest, kann in die frz. Akademie aufgenommen werden!

Das PDF zur Zeitinterpretation (Vergangenheit - 4.0722) wurde stärker überarbeitet. Manche weitere Anregungen harren der Einarbeitung. Es geht vor allem um Sprachbeispiele. Die Kritik an der Grammatikkonzeption, die ich fürs Deutsche äußere, gilt meist auch für das Französische. Der Fehler ist häufig der gleiche. Auch wenn ich manche zu langweilen drohe, fasse ich ihn so zusammen:

Man liest Geschreibsel (=Ausdrücke), interpretiert das Gelesene inhaltlich, klärt aber nicht oder nur nebenbei, was die eigenen Inhaltskategorien sind, weil man glaubt, das könne man voraussetzen und sei sowieso klar. Letzter Punkt: was man (inhaltlich) interpretiert hatte, wird als *Ausdrucks*ebene ausgegeben.

Das mag verwirrend klingen, ist aber immer der gleiche lästige Zirkelschluss, den man durchbrechen sollte. Das jedenfalls will die Alternativ-Grammatik. Dann kriegt man Freiraum und Klarheit für die verschiedenen Ebenen.

Hie und da kommen weitere Module hinzu. 4.331 und 4.39 fallen mir dazu ein, also im Bereich "Argumentationsmodelle". Würde man alle PDFs hintereinander drucken, käme man auf 467 Seiten.

Wichtiger ist, dass im Praxisteil davor sich was tut. Unsere Übungsgruppe war dabei wieder aktiv. Zugriffe von außen sind immer noch selten. Ab nächstem Jahr besteht die Chance, dass aus Moskau sich einige Germanisten betätigen werden. Das wär doch mal was, wenn schon hierzulande sich wenig regt...

Das Verhältnis Geisteswissenschaften und Informatik hat mich in meiner Abschiedsvorlesung im Juli - ein weiteres Mal - beschäftigt. Sollten Sie Interesse haben: Folien und Text auf meiner homepage: http://www-ct.informatik.uni-tuebingen.de

Alles Gute und herzlichen Gruß H. Schweizer