NEWSLETTER 26 - 10.10.2013

Aus Alternativ-Grammatik
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Liebe InteressentInnen an der Alternativ-Grammatik,

ich grüße Sie herzlich. Ich hatte mir vorgenommen, erst dann wieder ein Newsl. zu schreiben, wenn bei den Modulen - zwei waren in letzter Zeit noch hinzugekommen - die Millionenzahl bei den Abrufen überschritten ist. Das war gestern der Fall. Also ...

Dabei wissen wir als 'Eingeweihte', dass der theoretische Kern der A-G nicht in den Modulen steckt - diese sind sozusagen nur die Illustrationen. Der Kern steckt in den PDF-Texten und weiteren verlinkten Informationen (sogar Michelangelos "Erschaffung des Adam" gehört inzwischen dazu). Deren Abrufe werden - zumindest nach der bisherigen Methode - nicht gezählt. Nun ja, ist auch nicht so wichtig: Schäfchen zählen eignet sich zum Einschlafen, Abrufe zählen auch ...

Das aber wollen wir weiterhin nicht. Die NEWSLETTER haben eine überschaubare Zahl direkter Empfänger. Aber dann archiviert werden sie gern gelesen (dritthäufigste Abrufzahl). Auch deshalb lohnt es sich, einige Informationen reinzupacken.

Ich erwarte, dass in nächster Zeit einiges 'renoviert' wird. Die lästigen "Fortsetzungsseiten" wollen wir abschaffen, so dass ein thematisches Modul nur auf einer Seite verfügbar ist. Dass die dann beachtlich groß ist, werden heutige Rechner/Server bewältigen können.

Auch bisher schon war es dank lexilogos relativ bequem (über "Hilfe/Sonderzeichen" erreichbar), in anderen Schriften Sprachbeispiele einzutragen. Für nicht ganz Geübte, ists möglicherweise dennoch etwas lästig - irgendwo anders schreiben, ausschneiden, wechseln, einfügen usw. Dennoch freue ich mich, dass im Bereich "Prädikation" sogar chinesische Beispiele enthalten sind - sieht gut aus, und zudem ist damit bewiesen, dass unsere Theorie auch dort funktioniert...

Aber im Bereich Sonderzeichen arbeiten wir an einfacheren Lösungen. Ebenso an einer bequemeren Gestaltung eigener Beiträge. Vielleicht springt dann eher der Funke über: das *Lesen* der A-G entwickelt sich gut, das *Mitmachen* ist noch unterentwickelt.

Wenn Sie die Inhaltlichen Vorlieben interessieren, kann ich folgende Information geben - natürlich mit der Statistik als Ausgangspunkt: Im letzten Vierteljahr war der "Übertragene Sprachgebrauch" (4.1131 - inkl. Fortsetzungsseiten) der beliebteste Punkt. Das freut mich, da in Theorie / Analysemethode (vorgeschlagene Tabelle) / praktische Beispiele auf diesem Feld schon viel bereitgestellt wird.

Zweithäufigste Abrufe: 4.4 Präsuppositionen. Hat mich etwas überrascht. Aber natürlich sind sie als 'Rückseite' zum real vorliegenden Text sehr wichtig

Dritthäufigstes Interesse: 4.1118 Modalaussagen per Äusserungseinheit. - Damit hätte ich auf keinen Fall gerechnet. (Ob sich irgendwo ein Seminar mit der Thematik befasst?). Aber faktisch habe ich selbst gerade an der Josefsgeschichte die Passagen abgeklopft, die man als BERICHT einzuordnen pflegt - schaut man aber genauer hin (Pragmatik!), stößt man oft sehr wohl auf modale Indizien.

Vierthäufig: 4.09 Sprechakte. - Das ist nachvollziehbar, da in gängigen Grammatiken vernachlässigt. Ein wichtiger Gesichtspunkt. Der hat auch eine jüngere Geschichte bei uns: Er ist der einzige, der bei uns eine "Konkurrenz" erhalten hat: 4.092. Sozusagen eine Alternative in der Alternativ-Grammatik. Der Anlass war, dass ich vor ca. 1 Jahr begann, mich nochmals mit den "Verbfunktionen im Hebräischen" zu beschäftigen. Was sehr 'abgelegen' klingt, hatte als Nebeneffekt, dass ich immer unzufriedener mit der üblichen Sprechaktterminologie wurde. Daraus hat sich die Alternative entwickelt: ERZÄHLEN - INFORMIEREN - ERWÄGEN. Man braucht dazu ein entwickeltes Verständnis von Modalitäten - aber das haben wir ja in Ziff. 4.08. Beim nicht ganz kurzen Text der atl. Josefsgeschichte funktioniert der neue Ansatz jedenfalls gut.

Fünfthäufig - und damit soll Schluss sein: 4.13 Abstrakta. - Für sie sensibel zu werden, kann man nur jedem/r wünschen - nicht nur angesichts der statements bei den aktuellen Koalitionsverhandlungen ;-)

Soweit dieses Lebenszeichen. - Ich grüße Sie herzlich,

Ihr Harald Schweizer