NEWSLETTER 5 - 19.3.2009

Aus Alternativ-Grammatik
Wechseln zu: Navigation, Suche

Liebe InteressentInnen an der ALTERNATIV-GRAMMATIK,

Zwei Punkte animieren mich zu einem weiteren Newsletter.

Einerseits: Wer wäre nicht betroffen von dem Amoklauf von Winnenden - wie auch von den vergleichbaren Vorfällen in jüngerer Vergangenheit? Ein weiteres Mal wird über die Gründe diskutiert. Spontan würde man vermuten: Mit "Grammatik" hat all dies nichts zu tun. Ich glaube: doch! Im Modul 4.082 habe ich eine entsprechende Einschaltung nachgetragen. Im Rahmen der Vorlesungsmaterialien zu diesem Punkt gibt es eine Reihe von Literaturzitaten, von Philosophen, Psychologen. Immer geht es darum unterscheiden zu können zwischen WISSEN (über das man dann auch kommunizieren, wenns sein muss streiten kann) und IMAGINATION, die wichtig für die eigene Kreativität ist, die aber nicht das Register zuvor auslöschen darf. Dieses Auslöschen scheint bei solchen Amokläufern geschehen zu sein, wesentlich befördert durch suggestive, süchtig machende Computerspiele. - Lernziel - schon im trockenen Bereich der Konjunktionen und Konjunktive - müsste also ein breites semantisches Bewusstmachen sein:! Was macht den Unterschied zwischen WISSEN und IMAGINATION aus - in welchen Lebenformen wird das eine und das andere erlebt und ausgelebt? Warum sollte man beide zur Verfügung haben? Was sind die jeweiligen Vorteile und Begrenzungen?

Andererseits: Nachdem die Alternativ-Grammatik im wesentlichen "steht", die Beteiligung von außen (anders: Informatik-Studierende) weiterhin zu wünschen übrig lässt, möchte ich folgenden *VORSCHLAG* in die Welt setzen - und warte auf Anregungen, wie er umgesetzt werden könnte: Da vermutlich auch LehrerInnen hie und da Fortbildungen zu absolvieren haben (ist das so?), könnte ich mir vorstellen, immer wieder mit so einer Gruppe zu arbeiten, und zwar grammatiktheoretisch inkl. Beispielen wie auch eingabepraktisch: d.h. die erarbeiteten Erkenntnisse werden sogleich eingetragen.

In punkto praktischer Realisierung wäre ich allerdings auf Anregungen / Rückmeldungen / Vorschläge angewiesen. Die Organisation, und damit auch "Approbation" müsste von einer zuständigen Institution übernommen werden. Ich denke, dass ich mit der Arbeit in Gruppen nicht nur lange, sondern auch sehr gute Erfahrungen habe. Auf lange Referate würde komplett verzichtet. Impulse genügen, der Stoff steht ja im Netz.

Freundlichen Gruß

Ihr

Harald Schweizer