NEWSLETTER 6 - 15.5.2009

Aus Alternativ-Grammatik
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Verehrte InteressentInnen an der Alternativ-Grammatik,

nach 2 Monaten können wieder einige Punkte mitgeteilt werden. Bei uns läuft das Sommersemester. Wieder sind Teilnehmer einer Übung dabei, Beiträge zu Modulen zu schreiben. Alles Nicht-Philologen. Nimmt man hinter den Nationalitäten die vertretenen Einzelsprachen, so können nun auch immer wieder Beispiele für Französisch eingebracht werden, auch schon einige auf Arabisch. Das freut mich besonders. Vor langer Zeit habe ich einmal 1 Jahr Arabisch gelernt. Davon blieb aber nicht mehr allzuviel übrig... Die Sprache ist schön, aber komplex.

Das Zusammenwirken unterschiedlicher Nationalitäten - im Prinzip ja auch der Befund in den meisten Schulklassen -, erweist sich als großer Vorteil: die "Alternativ-Grammatik" fördert den Sprachvergleich, lässt Gemeinsamkeiten und Differenzen erkennen. Und da die 'Verhandlungssprache' ja doch Deutsch ist, wird der Umgang mit dieser Sprache bewusster. Jedenfalls laufen die Doppelstunden recht lebendig ab: sie sind lehrreich, zugleich wird viel gelacht.

Im Bereich Ort/Zeit/Modalitäten gibt es nun schon erste Module, bei denen 3 Einzelsprachen vertreten sind. So ungefähr wünschte ich es mir. Ich hoffe, dass es in diesem Sinn weiter geht, dass dann auch Korrekturen/Ergänzungen zu bestehenden Einträgen vorgenommen werden.

Schmunzeln musste ich, als in einem Modul wiederholt stand: die semantischen Aussagemöglichkeiten die fürs Deutsche festgestellt worden waren, sind auch im Französischen, Arabischen, Türkischen gegeben. - Das ist der Punkt: Man lernt nicht die Grammatik einer Einzelsprache, sondern erkennt die Gemeinsamkeiten ganz unterschiedlicher Sprachen!

Strategisch gab es die Überlegung, dass unter Philologen Fortbildungsveranstaltungen im Umgang mit der Alternativ-Grammatik sinnvoll sein dürften. Nur das Internetportal zur Verfügung zu stellen reicht offenbar nicht. Es gibt zwar Interessenten, aber kaum Einträge von Außen. Also dürften Fortbildungsveranstaltungen helfen, die bestehende Hemmschwelle zu senken.

Daher gingen einige Briefe mit entsprechendem Angebot an Institutionen heraus. Sie wurden - aus meiner Sicht - z.T. dadurch begünstigt, dass z.B. das RP Tübingen ohnehin keine Veranstaltungen für Philologen anbieten konnte... Oder sollte das heißen, dass Philologen ohnehin wissen, was gilt, also keine weiteren Anregungen benötigen?

In begrenztem Maß bin ich zu derartigen Veranstaltungen bereit. Im Vordergrund stünde dabei die Diskussion auszuwählender Theorie-Module, die praktischen Erläuterungen, die für die jeweilige Einzelsprache möglich wären. Zunächst auf Papier. Dann aber - wenn es technisch möglich ist - kann man diese auch am Bildschirm eingeben.

Sollten Sie in Ihrem Bereich sich derartiges vorstellen können, geben Sie ein Signal!

Ansonsten läuft das immer neue Hochladen der Module (man sieht es an den Datumsangaben in der Kopfzeile der pdf-Texte). Ständig stolpert man über Druckfehler, verbesserungswürdige Erläuterungen. Oder in der täglichen Lektüre ergeben sich interessante Beispiele, die unbedingt integriert werden müssen.

Freundlichen Gruß

Harald Schweizer